Das alte Polen war zeitweise der zweitgrößte Staat Europas. Seine
größte Ausdehnung erreichte es 1610.
Zu dieser Zeit hatte das polnische Heer Moskau besetzt.
Polen vor 1772
Zu dieser Zeit war Polen der zweitgrößte
Staat Europas
Polen nach 1772
Im Februar 1772 wurde das
preussisch-russische Abkommen geschlossen. Diesem trat später auch
Österreich bei. Am 2. August 1772 wurde das Abkommen von Petersburg
besiegelt.
Preussische, Russische und
Österreicherische Truppen rückten in die abzutretenden Gebiete ein.
Polen verlor ca. 30 % seine Territoriums.
Russland übernahm einen relativ schmalen
Grenzstreifen im Osten.
Österreich übernahm Galizien mit der
Hauptstadt Lemberg.
Preussen übernahm den nördlichen Teil
Polens. Lediglich die Hansestadt Danzig verblieb unter polnischer
Oberhoheit.
Polen nach 1793 ( 2. polnische Teilung )
Im Januar 1793 übernimmt Russland den
grössten Teil Weissrusslands und den Rest der Ukraine.
Preussen das sogenannte Grosspolen um Posen
und Gnesen. Ausserdem auch die Hansestadt Danzig.
Von Polen verbleibt ein lediglich ca. 250
km breiter Streifen zwischen Preussen und Russland.
Polen nach 1795 ( 3. polnische Teilung )
In der 3. polnischen Teilung wurde der
verbliebene Teil Polens aufgeteilt.
Russland annektierte Litauen und rückte
bis zum Bug vor.
Österreich besetzte Zentralpolen mit
Krakau und Lublin.
Preussen übernahm den Rest Polens mit der
Hauptstadt Warschau.
Lediglich Krakau blieb noch bis 1846 als
Freistaat selbständig.
Nach dem Sieg Napoleons über Preussen im
Jahre 1806 entstand für nur 6 Jahre das Herzogtum Warschau. Nach der
Niederwerfung Napoleons verschwand es wieder von der Landkarte.
Polen 1815 ( nach dem Wiener Kongress )
Nach dem Wiener Kongress wurden die
polnischen Grenzen erneut verschoben.
Österreich behielt Galizien mit Lemberg.
Preussen behielt Posen, Bromberg und Gnesen.
Die Preussische Provinz Posen genoss bis
1850 einen Sonderstatus als Grossherzogtum Posen.
Der grosse Rest Polens fiel als autonomer
Teil an Russland und erhielt die Bezeichnung Königreich Polen (
Kongresspolen )
Polen nach dem 1. Weltkrieg
Nach dem 1. Weltkrieg ist Polen ein
Vielvölkerstaat.
Über ein Drittel der Bevölkerung sind
anderssprachliche Minderheiten.
Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte 1945 die
Westverschiebung Polens.
Ca. 180.000 Quadratkilometer im Osten gehen
an die Sowjetunion.
Dafür erhält Polen im Westen ca. 103.000
Quadratkilometer ehemaliger deutscher Gebiete.